Bei sehr komplexen Symptombildern könnte eine mögliche Herangehensweise - von akuten Notlagen abgesehen - etwa folgendermaßen aussehen:

1. Schritt: Umfassende Bestandsaufnahme:

 

  • Schilddrüse (mind. fT3, fT4, TSH - bei Auffälligkeit auch Antikörper und Ultraschall; außerdem täglich Basaltemperatur messen)
  • Nebennieren (Speicheltest --> Tagesprofil, mind. 4x Cortisol plus 2x DHEA; außerdem über mind. 5 Tage Temperatur messen nach Dr. Bruce Rind)
  • Sexualhormone (Speicheltest --> mind. Östradiol u. Progesteron; 6-9 Tage nach Eisprung)
  • Darm (Stuhlprobe inkl. pH-Wert, Verdauungsrückst., Pankreaselastase, sIgA, Alpha-1-Antitrypsin/Zonulin)
  • Mitochondrien
  • chron. Erreger (z. B. EBV, Borrelien)
  • Histaminose (am aussagekräftigsten ist eine Auslassdiät)
  • Lifestyle (inkl. Ernährung, Schlaf, Stress - ein Tagebuch ist hier sehr hilfreich)
  • Status der Nährstoffversorgung
  • Schwermetallbelastung (ein großes Thema für sich, ist aber ggf. unumgänglich und sollte auf keinen Fall in Eigenregie angegangen werden!)
  • Zahnherde (z. B. wurzelbehandelte Zähne)

 

2. Schritt: Auffüllen von Nährstoffmängeln + nötige Lifestyleveränderungen … danach schauen, was dann noch an Symptomen übrig bleibt (und wie sich die Laborwerte verändern)

3. Schritt: Die verbliebenen Symptome behandeln
Empfehlung für jeden dieser Schritte:
  • einen kompetenten Therapeuten suchen
  • selbst umfassend belesen/austauschen