Nitrostress – allgemein wenig beachtet, und doch so bedeutsam!

 

 

Nitrostress (Nitrosativer Stress) spielt in der Ursachenkette von Erkrankungen eine enorme Rolle. Doch worum handelt es sich dabei?

 

Stickstoffmonoxid (auch Stickoxid, oder noch einfacher: NO) ist ein wichtiges körpereigenes Gas mit vielfältigen Funktionen. Es ist z. B. verantwortlich für die Dehnbarkeit unserer Blutgefäße (so dass sie sich an unterschiedliche Situationen wie Kälte, Stress, Aktivität schnell anpassen können), wie auch für die Dehnbarkeit der Gebärmutter während der Schwangerschaft oder die des Geburtskanals unter der Geburt. Auch wirkt NO intrazellulären Erregern entgegen und tritt zudem als Regulator des Immunsystems, der Apoptose sowie als Neurotransmitter auf.

 

Wie bei anderen Wirksubstanzen (z. B. Hormonen), kann es aber auch beim NO zu einer Entgleisung des Stoffwechsels kommen. Häufige Ursachen sind
  • Umweltgifte (Schwermetalle, Pestizide, Kosmetika, Weichspüler usw.)
  • Dauerstress
  • chron. Entzündungen
  • chron. Infektionen, z. B. mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV)
  • Medikamente, vor allem im Dauergebrauch
  • HWS-Schädigungen

 

Es soll hier nicht allzu wissenschaftlich werden, aber das zugrunde liegende Problem ist wohl, dass das erhöht aufkommende NO – nach erledigter Arbeit - permanent durch verstärkten Einsatz von Antioxidantien (hier sollen Vit. B12 und Taurin entscheidende Co-Faktoren sein) neutralisiert werden müsste … dies auf lange Sicht jedoch nicht geleistet werden kann.

 

Somit entsteht über eine Verbindung (Oxidation) mit Superoxid (Hyperoxid) das hochgiftige Peroxinitrit. Dieses soll selbst nicht direkt nachgewiesen werden können … diagnostische Aussagen lassen sich aber z. B. über die Messung von Citrullin, Methylmalonsäure und Nitrophenylessigsäure aus dem Urin oder über Nitrotyrosin aus dem Blut treffen.

 

Das typische Symptom dieses Krankheitsgeschehens ist die Müdigkeit … für Dr. Bodo Kuklinski stellen Nitrostress und die daraus resultierenden Schädigungen der Mitochondrien jedoch den Nährboden quasi aller chronischen Erkrankungen dar.

 

Dr. Kuklinski behandelt übrigens in der Regel mit einfachen NEM/Nährstoffen, seine dokumentierten Behandlungserfolge sind immer wieder erstaunlich, und seine Praxis ist auf lange Zeit ausgebucht. Beispielhaft führt er nachstehende Krankheitsbilder als Folge von Nitrostress auf (dies ist allerdings nur eine kleine Auswahl - letztlich könnte hier jedes chronische Leiden genannt sein):
  • Mangel an Steroidhormonen
  • Hashimoto
  • Eisenmangel
  • Tyrosinverwertungsstörung (→ Dopamin → Noradrenalin → Adrenalin)
  • Tryptophanverwertungsstörung (→ Serotonin → Melatonin) → u. a. Schlafstörungen
  • erhöhtes Cholesterin

 

Aufgrund der obigen Zusammenhänge würde ich persönlich heute als eine der ersten diagnostischen Maßnahmen immer auf Nitrostress testen.