Schimmel ist ein weit verbreitetes Problem, welches aus meiner Sicht in seinem Ausmaß erheblich unterschätzt wird.

 

Beim Thema MCAS ist es für mich heute unerlässlich, eine gründliche Abklärung einer Schimmel-Belastung einzubeziehen.

 

Überlicherweise werden mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Schimmel auf Sporen und allergische Reaktionen reduziert ... kaum jemand spricht über die von Schimmel produzierten Mykotoxine (Schimmelgifte) - dabei stellen diese eine deutlich größere Herausforderung dar.

 

Mastzell-Reaktionen auf Schimmel können über unterschiedliche Mechanismen ausgelöst werden:

 

  • Typ-I-Allergie (IgE-vermittelte Reaktion z.B. auf Aspergillus)
  • nicht-IgE-vermittelte Mastzell-Reaktion auf Schimmel und Schimmel-Metabolite (u.a. Mykotoxine) - hier findet man also keine Typ-I-Allergie

 

Ein Schimmel-Thema kann aufgrund einer aktuellen oder sogar viele Jahre zurückliegenden Exposition entstanden sein. Sollte eine frühere Exposition zu einer Kolonisation (Ansiedelung; z.B. in den Nebenhöhlen) geführt haben, könnten permanent im eigenen Körper (Mastzell-triggernde) Mykotoxine usw produziert werden.

 

Bei einer ausgebildeten Sensibilisierung können Reaktionen schon auf Kleinstmengen erfolgen, z.B. über entsprechend belastete Nahrungsmittel wie Kaffee, Gewürze, Nüsse, Tomatenprodukte ... oder über Nahrungsergänzungsmittel, die unter Verwendung von Aspergillus hergestellt wurden.

 

Die Diagnostik einer Belastung des Körpers mit Mykotoxinen ist per Urintest möglich (über Labore in den USA) ... für die Überprüfung einer aktuellen Exposition z.B. im Wohnraum - möglich sind aber auch Pkw, Arbeitsplatz, Verein usw. - bieten sich u.a. ein sogenannter ERMI-Test (per Staubprobe; Labor ebenfalls in den USA) und/oder ein ausgebildeter Schimmel-Spürhund an.

Der ERMI hat dabei den Vorteil, dass sich mit seiner Hilfe ein Schimmelbefall quantifizieren und differenzieren lässt; der Schimmel-Spürhund wiederum hat seine Stärken darin, die befallenen Stellen recht zuverlässig aufzuspüren. 

 

Bei einem Schimmel-Befall braucht es eine professionelle Sanierung ... außerdem muss eine Ursachensuche stattfinden (baulicher Mangel? Mangel in der Nutzung?), um einem erneuten Befall vorzubeugen.

 

Für die Behandlung einer Körper-eigenen Belastung mit Mykotoxinen (und ggf. einer Ansiedelung) stehen bestimmte Protokolle zur Verfügung (über die ich gern mit Ihnen persönlich spreche).

 

Telefon:     0511 370 556 52